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Hautpflege-Mythen verschwenden nicht nur Geld – sie können Hauterkrankungen verschlimmern, Diagnosen verzögern und medizinische Behandlungen beeinträchtigen. Dermatologen behandeln häufig Schäden, die durch falsche Ratschläge aus dem Internet oder durch Social-Media-Trends entstanden sind.


Mythos 1: Dermatologie ist nur für kosmetische Probleme da


Dermatologische Realität: Dermatologie ist ein medizinisches Fachgebiet.

Dermatologen diagnostizieren und behandeln über 3.000 Erkrankungen, darunter entzündliche Krankheiten, Infektionen, Autoimmunerkrankungen und Hautkrebs – nicht nur ästhetische Probleme.


Mythos 2: Frei verkäufliche Produkte können eine dermatologische Behandlung ersetzen


Dermatologische Realität: Medizinische Behandlungen sind oft notwendig.

OTC-Produkte können bei leichten Problemen helfen, doch chronische oder schwere Erkrankungen wie Akne, Rosazea, Melasma und Psoriasis erfordern eine professionelle dermatologische Untersuchung und verschreibungspflichtige Therapien.


Mythos 3: Akne verschwindet von selbst ohne Behandlung


Dermatologische Realität: Unbehandelte Akne kann dauerhafte Narben verursachen.

Eine frühzeitige dermatologische Behandlung verhindert Entzündungen, Pigmentstörungen und langfristige Narbenbildung – insbesondere bei erwachsener und hormonell bedingter Akne.


Mythos 4: Empfindliche Haut ist ein Hauttyp


Dermatologische Realität: Empfindlichkeit ist ein Symptom, keine Diagnose.

Empfindliche Haut weist häufig auf eine zugrunde liegende Erkrankung hin, wie Kontaktdermatitis, Rosazea oder eine geschädigte Hautbarriere, die eine korrekte Diagnose erfordern.


Mythos 5: Alle Hauterkrankungen entstehen durch mangelnde Hygiene


Dermatologische Realität: Die meisten Hautkrankheiten sind medizinisch bedingt, nicht hygienisch.

Erkrankungen wie Ekzeme, Psoriasis, Vitiligo und Akne werden durch Genetik, Immunreaktionen, Hormone und Umweltfaktoren beeinflusst – nicht durch mangelnde Sauberkeit.


Mythos 6: Sonneneinstrahlung ist nur für helle Haut problematisch


Dermatologische Realität: Alle Hauttypen sind anfällig für UV-Schäden.

Dermatologen behandeln Hautkrebs, Hyperpigmentierung und lichtbedingte Hautalterung bei allen Hauttypen. Melanin bietet einen gewissen Schutz, aber keine Immunität.


Mythos 7: Hautkrebs ist selten und leicht zu erkennen


Dermatologische Realität: Frühe Anzeichen sind oft unauffällig.

Viele gefährliche Hautkrebsarten sehen im Frühstadium nicht dramatisch aus. Regelmäßige dermatologische Hautchecks sind entscheidend für eine frühe Erkennung und erfolgreiche Behandlung.


Mythos 8: Professionelle dermatologische Behandlungen schädigen die Haut


Dermatologische Realität: Kontrollierte Behandlungen fördern die Heilung.

Verfahren wie Laserbehandlungen, chemische Peelings, Microneedling und PRP sind darauf ausgelegt, die Hautregeneration zu aktivieren – vorausgesetzt, sie werden von qualifizierten Dermatologen durchgeführt.


Mythos 9: Dermatologische Behandlungen liefern sofortige Ergebnisse


Dermatologische Realität: Die Haut braucht Zeit zur Reaktion und Erneuerung.

Die meisten medizinischen Behandlungen wirken schrittweise. Sichtbare Verbesserungen treten oft erst nach Wochen oder Monaten auf – abhängig von Erkrankung und Therapieplan.


Mythos 10: Einmal behandelt, kehren Hauterkrankungen nie zurück


Dermatologische Realität: Viele Hauterkrankungen benötigen eine dauerhafte Betreuung.

Chronische Erkrankungen wie Akne, Rosazea, Ekzeme und Melasma erfordern langfristige Behandlungspläne unter dermatologischer Aufsicht.


Mythos 11: Dermatologen behandeln nur die Hautoberfläche


Dermatologische Realität: Die Haut spiegelt die innere Gesundheit wider.

Dermatologen berücksichtigen hormonelles Gleichgewicht, Immunfunktion, Ernährung, Stress und systemische Erkrankungen bei der Diagnose und Behandlung von Hautproblemen.


Mythos 12: Reisen haben keinen Einfluss auf die Hautgesundheit


Dermatologische Realität: Reisen beeinflussen die Haut erheblich.

Klimaveränderungen, Sonneneinstrahlung, Stress, Dehydrierung und trockene Kabinenluft können bestehende Hautprobleme verschlimmern – wodurch dermatologische Beratung besonders wichtig wird.


Dermatologie steht für evidenzbasierte Hautgesundheit


Dermatologie basiert auf medizinischer Wissenschaft, nicht auf Trends. Vertrauen in professionelle dermatologische Versorgung gewährleistet eine korrekte Diagnose, wirksame Behandlung und langfristige Hautgesundheit.

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